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CSD in Kassel mit Karin Kammann

(12. Juni 2007)
Andrea von Transgender Kassel schickte uns die folgende Info:

Sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung …. Und dann? Die Folgen, sein Geschlecht zu ändern

Transsexuelle haben gemäß Gesetz (TSG – TranssexuellenGesetz), das verbriefte Recht, im Rahmen dieses Gesetzes ihr Geschlecht selbst zu bestimmen. Aber was kommt dann?

Für die Meisten folgt nach der Geschlechtsangleichung (Namensänderung, geschlechtangleichende Operation, Personenstandsänderung) der soziale Abstieg. Der Verlust von Familie und Arbeitsplatz sind häufig die Folgen des Entschlusses, selbstbestimmt zu Leben. Sehr viele Transsexuelle müssen im Wunschgeschlecht von ALG2 leben oder wählen gleich den Freitod.

Das Gesetz gibt uns das Recht, in dem Geschlecht zu leben, das wir für uns fühlen und für das wir uns entscheiden, aber dann endet die Fürsorge der Legislative. Dann kommt der gesellschaftliche Alltag, der viele Härten birgt. Die Gesellschaftliche Anerkennung bleibt den Meisten versagt, die Medien berichten über „spektakuläre“ Fälle, die sich publikumswirksam meist im Rotlicht-Milieu oder Grenzbereichen bewegen. Ein „normales“ gesellschaftliches Leben, mit z.B. einem entsprechenden Arbeitsplatz, ist für die meisten nicht möglich.

Und da fragen wir uns, muss das so sein? Wir sagen NEIN. Wir wollen genau wie andere „Randgruppen“ auch, anerkannte Mitglieder der Gesellschaft (und Steuerzahler, wenn man uns lässt) sein. Wir wollen als akzeptierte, nicht nur tolerierte, Mitglieder der Gesellschaft unser Leben leben. Wir wollen nicht immer zwischen den Stühlen sitzen.

Das ist auch das Thema des diesjährigen Transgender-Forums beim CSD Kassel 2007. Es findet mittlerweile zum 4. Mal statt, mit ständiger wachsender Beteiligung. Im Jahr 2003 nahm Helma Katrin Alter (Geschäftsführerin der dgti – Deutsche Gesellschaft für Transidentität) am Forum und mit einer Rede auf der Abschlusskundgebung teil. Im Jahr 2004 durften wir Frau Dr. Waltraud Schiffels (Autorin mehrer Bücher zum Thema Transsexualität) als Gast in Kassel begrüßen. Außerdem wurde das Forum in diesem Jahre auch von der Dezernentin der Stadt Kassel Frau Anne Janz unterstützt.

In diesem Jahr, wie auch schon im Jahr 2005, wird uns Karin Kammann besuchen. Als gender konvertierte Frau setzt sich die Ev. Theologin Karin Kammann für die Belange von transgender ein. Ihre Wurzeln fand Sie u.a. auch in den USA durch Begegnungen mit Leslie Feinberg und Kate Bornstein. Als Pastorin wurde ihr widerrechtlich über Jahre der kirchliche Dienst verweigert, heute arbeitet Sie selbstständig als private Coach und Lebensberaterin in NRW. Bekannt wurde sie durch ihre Sendung zusammen mit Harald Schmidt bei Bettina Böttinger im WDR. Im Internet ist sie unter www.karin-kammann.de zu finden.

Außerdem werden wir Ludwig Haffke, Arzt für Psychatrie, Gutachter gemäß TSG und Mitglied im Vorstand der Aidshilfe, als Teilnehmer begrüßen dürfen. Das Transgender-Forum findet im Anschluss an die Abschluss-Kundgebung im Gemeinderaum
Hupfeldstr. 21 statt.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein.
Andrea Görmer
Transgender Kassel



 
 

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