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Gut und Böse

(12. September 2006)
Früher war alles nicht nur viel besser, sondern auch viel übersichtlicher. Es gab klare Frontlinien: zum Beispiel da der böse Ostblock unter sowjetischem Einfluß, hier die leuchtenden westlichen Demokratien. Oder im Computerbereich: da die alles verschlingende zur Weltherrschaft ansetzende Krake Microsoft, dort das kleine aufrechte Häuflein, das sich um den Apple Macintosh scharte. Doch der Mythos der Kultmarke Apple bröckelt stark - und ich weiss, wovon ich spreche, schließlich benutze ich seit Jahren auschließlich Rechner aus Cupertino. Erst der Switch von Motorola/IBM-Prozessoren zu Intel, dann die Möglichkeit, Windows-Betriebssysteme auf dem Mac zu starten und nun ein Werbespot, der - leider, leider - wahrscheinlich die Nachfolge des verunglückten Opel-Streifens antreten wird.

Worum geht es? Apple hat seit einiger Zeit mehr oder weniger witzige Spots on air in denen zwei männliche Schauspieler jeweils einen PC und einen Macintosh-Computer darstellen. Der Mac ist immer ein bischen smarter als der PC. So weit, so okay. Im neuesten Spot, der zur Zeit wohl nur in den Apple Stores in den USA zu sehen ist, trifft der Mac sich mit dem Fotomodell Gisele Bündchen, während der PC mit einem hässlichen Crossdresser vorlieb nehmen muss. Auf Flickr ist der Spot in einzelnen Bildern ohne Ton zu sehen.

Ein Nutzer von Flickr hat alles, was mir bei Ansicht dieser Bilder durch den Kopf ging, wunderbar zusammengefasst:
"What's COOL about THAT?????! This is totally lame -- please, wake up: bashing "pervs", and going with the ultra-mainstream Gisèle (she is great and all, but not: "different") is not very Mac-like! Paralleling good ol' heterosexuality, and aligning "I'm a PC" with a cross-dresser (drag?): uh, that's so Dell-like. Maybe Jobs should move his own private Cube from 5th ave to some spot in the Bible belt?! I dont think, all of Apple's core audience (you know: "creatives", "artists") will to be amused with this kind of aluding."

Der Opel-Werbespot wurde nach massiven Beschwerden nicht mehr ausgestrahlt. Mal sehen, ob und wie lange die Apple-Werbung Bestand hat. Damit man mich nicht missversteht, ich habe überhaupt nichts gegen Transgender als Werbefiguren. Was mich stört, sind Klischees. Wie es anders geht, zeigen Ikea (hier >>>) und Campari (hier >>>). So kann Werbung auch sein!

(Wer bis hierhin gelesen hat, bekommt als Belohnung nun noch ein echtes Eye-Candy. Gisele Bündchen aufgepasst! Hier kommt die Model-Zukunft >>>)





 
 

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