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Sestre


Travestie-Trio nach Tallinn
(02. März 2002) Slowenien schickt ein Travestie-Trio zum Eurovision Song Contest ins estnische Talinn. Die Endausscheidung konnten Miss Marlenna, Daphne und Emperatrizz am 16. Februar als Sestre/Schwestern (Homepage) (Fanpage) im roten Stewardessen-Outfit mit einem Punkt Vorsprung für sich entscheiden. Ihr Song „Samo ljubezen“ („Die Liebe allein“) war der Favorit vor allem bei den ExpertInnen und der Unterhaltungsabteilung des slowenischen Fernsehens. Im überwiegend katholischen Slowenien sorgte die Nominierung prompt für Aufregung. Ein Abgeordneter des slowenischen Parlamentes forderte gar eine offizielle Untersuchung. Die Endausscheidung des Grand Prix d'Eurovision de la Chanson findet am 25. Mai in der estnischen Hauptstadt Tallinn statt. Weitere Infos auf deutsch >>> Weitere Infos auf englisch >>>

Sestre endgültig dabei - Transen treten in Tallinn an
 von Norbert Blech  
(1.3.02 - nb/queer) Das slowenische Transen-Trio Sestre wird nun das Land endgültig beim Grand Prix in Tallinn vertreten. Nach einer Besprechung mit seinem Fernsehrat zog der Direktor des staatlichen Fernsehens, Aleks S&Mac255;takul, seine Forderung zurück, eine neue Abstimmung einzuleiten.

Sestre tritt seit sieben Jahren gemeinsam auf, ursprünglich unter dem Namen "Strumpantl Sisters". Miss Marlenna, Daphne und Emperatrizz konnten am 16. Februar als Sestre (Schwestern) im roten Stewardessen-Outfit den Vorentscheid ganz knapp mit einem Punkt Vorsprung für sich entscheiden. Zu zwei Dritteln zählten die Stimmen von Experten und der Unterhaltungsredaktion des staatlichen Fernsehens, von ihnen bekam der Song "Samo ljubezen" ("Die Liebe allein") die volle Punktzahl. Beim Televoting der Zuschauer landete Sestre jedoch weit abgeschlagen auf dem fünften Platz. Die Telefonabstimmung wurde tags darauf wegen nicht näher geklärter Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt, am Sieg der Schwestern änderte das jedoch erstmal nichts.

Auch gemäß den Regeln der European Broadcasting Union war die Entscheidung rechtskräftig. Doch Aleks S&Mac255;takul hielt die Regeln nicht für verbindlich und forderte eine neue Zuschauerabstimmung sowie eine neue Jury. Er bat den slowenische Fernsehrat um Entscheidung, der ihm am Freitag nahe legte, die Schwestern antreten zu lassen. Zuvor hatte es eine gemeinsame Erklärung von fünf slowenischen Homo-Verbände gegeben, die die Überlegungen S&Mac255;takuls als "homophob" und "undemokratisch" bezeichneten. Über eine Online-Petition erreichten den Direktor zahlreiche Protest-eMails.