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Transgender-Nightlife in New York
ein Führer von Deborah Campbell

Viele Clubs bieten an jedem Wochentag unterschiedliche Parties an. Je nachdem ist der Club dann besser oder schlechter für Cross Dresser geeignet. Um herauszufinden, was an welchem tag stattfindet, schaut in die Stadtmagazine PAPER, TIME OUT, NEW YORKER, VILLAGE VOICE, NEW YORK PRESS, letztere sind kostenlos.

Bar d'O (Bedford & Downing). Hier ist jeder willkommen, in der etwas unscheinbaren "ommni gender" freundlichen West Village Lounge. Der unvergleichliche Joey Arias tritt mit der ebenso beeindruckenden Raven O jeden Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag auf. Wer Glanz und Glamour erwartet, der ist hier sicherlich falsch am Platz. Der Sound ist nicht der beste, doch wenn die beiden Drag Queens loslegen und zu singen anfangen, so ist es einfach beeindruckend. Schließt die Augen und ihr glaubt Billie Holliday zu hören. Wer einmal da war, wird süchtig! Die Shows beginnen um 11 Uhr und dauern etwa 2 Stunden.
Das Don Hills (511 Greenwich street) wirkt auf den ersten Blick ebenso unscheinbar. Hat man sich dann mal reingetraut, wird man mit toller Live Musik belohnt. Während in der Bar d'O live zu Playback gesungen wird, ist das Don Hill's die Domäne der Live Bands. Und die legen auch schon mal die härtere Gangart ein, also nichts für lärmempfindliche. Das Publikum ist gemischt und die Location ist ausgesprochen drag freundlich. Wenn kein Livekonzert stattfindet, so gibt es die unterschiedlichsten Parties, manche sind ausdrückliche Drag Parties. Es lohnt sich also in jedem Fall mal nachzusehen, was so im Don Hill's läuft.
Das Duplex (61 Christopher street) bedient das schwule Publikum, auch hier sind Drags sehr willkommen und das nicht nur auf der Bühne. In dem Cabaret treten die unterschiedlichsten Menschen (von "ich will unbedingt auf die Bühne" Typen zu echten Profis) zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten auf. Es kann durchaus schon mal peinlich werden, muß es aber nicht unbedingt. Wer den Kölner Kulturschock mag, wird auch das Duplex mögen.
Im etwas altmodischen Escuelita (301 W 39th) kann man etwas von der viel gerühmten Latin Power zu spüren bekommen. Eine sehr interessante Gay Szene und auch hier gibt's an den unterschiedlichen Tagen unterschiedliche Parties (z.B. Lesbian, Latin Drag Show), mal unter www.escuelita.com nachschauen, was gerade angesagt ist, dragfreundlich ist es hier jedoch immer.
Auch das Flamingo (219 2nd Ave), feiert jede Nacht zu einem anderen Thema. Die Szene hier ist sehr gemischt und etwa zu 50% gay. Es gibt eine genial große Tanzfläche im Ground Level und wenn es nicht allzu voll ist, kann man zu der ausgesprochen hippen Musik gut tanzen. Oben gibt es dann eine Bar, wo man interessante Leute beobachten kann und solche, die sich dafür halten.
Im True (28 East 23rd street) findet jeden Freitag die Kitsch Inn party statt (www.kitschinnnyc.com). Hierbei handelt es sich zwar nicht um eine reine Drag- oder Gayparty, doch Transen sind gerne gesehen.
Das Lips (2 Bank street) betitelt sich selbst als "the ultimate in drag dining". Man sollte jedenfalls vor einem Besuch reservieren. In der West Village Bar treten Drag Queens auf, die nicht wie in der Bar d'O live singen sondern lippensynchron. Wem das gefällt, nichts wie hin, denn die Stimmung ist immer ausgesprochen gut. Die Shows beginnen schon recht früh, um 7.30 und man muß mit mindestens $ 20 für den Abend rechnen.
Lucky Cheng (59 Grand street) ist ebenfalls Restaurant und Disco. Im Restaurant bedienen Drag Queens. Wer's erleben möchte sollte nicht nur wegen des Essens hingehen, es ist ok, doch nichts besonderes. Beeindruckend sind die Kellnerinnen allemal.
Die NowBar (22 7th Ave), liegt im West Village und gehört zur Zeit dem ehemaligen Kinderstar Mason Reese. Sie ist ein interessanter, wie versteckter Platz für Transgender und Fetisch Leute. Hier legen an den verschiedenen Wochentagen Gast DJs auf, der Eintritt ist leider oft unverschämt hoch.
Pyramid Club (101 Ave A), ein schwuler und transenfreundlicher Club mit leider zu kleiner Tanzfläche. Jeden Freitag - und das für New Yorker Verhältnisse schon recht lange - gibt's die äußerst erfolgreiche 1984 Party, wo entweder gutes oder einfach schrilles Aussehen sehr hilfreich ist, die Tür passieren zu können. Um 10 Uhr geht's los, der Eintritt kostet $ 7. Den Rest der Woche über kann man zu New Wave, Jungle, Hip Hop und Reggae Rhythmen tanzen.
Das Remote (327 Bowery) ist ein ganz ungewöhnlicher Club, in welchem Multimedia auf die Spitze getrieben wird (www.remoteliunge.com). Wer auf seine Privatsphere wert legt sollte den besuch meiden, aber derjenige wird was verpassen. Jeden Samsatg findet dort die W.O.M.B. Party statt, das Motto: dress to impress und, wie überraschend, es finden sich viele schrille Typen hier. Je ausgefallener der Look, desto billiger der Eintritt.
Im Stingy Lulu's (129 St. Marks Place) gibt's Donnerstags und Sonntags Drag Queen Shows und die Mädels lassen es dann so richtig knallen.
Das Urge (33 2nd Ave), ein ehemaliges Bestattungsgeschäft ist eine zur Zeit sehr angesagte drag freundliche Location und sicher einen Besuch wert. Von der ehemals vorhandenen Leichenhallenatmosphere ist jedenfalls nichts mehr zu spüren, interessantes Interieur. Das Publikum ist überwiegend gay.
Im Web (40 E 58th street), ein Club mit überwiegend asiatischem Publikum, gibt’s auch oft Drag Performances. Hier sind die Samstage interessant.
Webster Hall (125 E 11th street) ist wirklich eine Großraumdisko. Hier tummelt sich alles was Party machen will, sehen und gesehen werden ist das Motto. Auf 4 verschiedenen Ebenen werden unterschiedliche Parties gefeiert und man kann sich schon verlaufen. Viele schrille Typen, als Drag fällt man hier nicht auf.

Interessante Clubs in Manhattan, die nicht unbedingt transgender Themen betreffen gibt's natürlich viele tausende. Auch die lohnen einen Besuch, warum nicht in Drag? Je angesagter die Clubs, desto härter die Tür. Je ausgefallener das Outfit desto eher kommt man rein, das gilt besonders bei den angesagten Locations im Meatpacking District. Wer relativ früh kommt wird leichter reingelassen. Am besten man informiert sich vor Ort über den Dresscode im Club und richtet sich dann danach. APT (419W 13th street), Baktun (414 W 14th street), Florent (69 Gansevoort street), Hell (59 Gansevoort street), Lotus (409 W 14th street), Lure (409 W 13th street), Markt (401 W 14th), Pastis (9-11 Little W 12th street), Rhone (63 Gansevoort street) sind die angesagten Clubs im Moment.
Dann gibt's weitere Locations, die man gesehn haben sollte. Die Bar 89 hat außergewöhnliche Toiletten und lohnt auch nur aber gerade deswegen einen Besuch. Das Restaurant Casa La Femme erinnert der Einrichtung nach an 1001 Nacht und hat zudem eine exzellente Küche. Will man nichts essen, sondern nur mal kurz vorbeischaun, so ist es auch gut für Drinks an der Bar. Das Café Mona Lisa ist ganz typisch für die Bleeker Street, das Fez unter dem Time Café ein schöner Club am Abend und tagsüber zum Brunch ideal. Die B Bar ist eine alte Autowerstatt, die zur Inlocation umfunktioniert wurde. Von 1994 bis 1996 war die damalige Bowery Bar sehr angesagt, hat dann etwas an Anziehungskraft verloren und ist momentan wieder stark im Kommen. Im Lola gibt´s jeden Sonntag Gospel Brunch, Mitsingen erwünscht, wenn nicht manchmal gefordert! Das Idlewild ist mit Sicherheit was für Vielflieger und die Beauty Bar für Leute, die immer schon im Friseursalon wohnen wollten. Das Indochine ist schon seit Jahrzehnten d a s Französisch Vietnamesische Restaurant der Stadt und hat einen hohen "Models" und "Celebs" Faktor, unbedingt reservieren und wer zu spät kommt dessen Tisch ist weg. Die Royalton Lounge ist einfach schön, dort kann man nach Midtown Shopping gut relaxen und das geniale Design anschauen, interessante Hotel Bars sind noch die des Hudson Hotels, Four Seasons und SoHo Grand. Das Studio 54 ist sich nicht mehr so ganz schlüssig, was es sein will, Theater, Club oder doch nur Legende. Kelly & Ping ist das McDonalds mit chopsticks, wo man nach einer anstrengenden Tour durch SoHo einen kleinen Snack oder mehr bekommen kann. Cupping Room Café, Jerry's, Sammy's & Katz's sind einfach typisch New York und dieses New York Feel haben für mich auch kleinere Restaurants wie Jean Claude und SoHo Steak, wo man - ganz NY untypisch - schon seit Jahren nicht mit Credit Card zahlen kann. Und wer unbedingt wissen will, wie sich Amerikaner deutsches Essen vorstellen, der kann das in einem der beiden "Hallo Berlin" Restaurants testen. Große berühmte Dance Clubs sind das Limelight, Tunnel und die Webster Hall, weniger bekannt aber doch schon eine jahrzehnte lange Institution das Nell's. Hier hört man im oberen Level Live jazz music, während unten die Menschen zu lauter Disco Music abtanzen. Wer dann genug hat, der kann noch gleich daneben das 2is besuchen oder zum Metronome fahren. Die 10th street lounge ist unscheinbar von außen und richtig einfach normal im inneren. Und im Coffee Shop sollte man nach Mitternacht unbedingt die cheese fries essen! Und wer sich so richtig das dekadente, teure New York geben will, der sollte mal im Balthasar, Daniel oder Vong essen gehen.
Balthazar (80 Spring street)
Bar 89 (89 Mercer street)
B Bar (40 E 4th street)
Beauty Bar (2312 E 14th street)
Bond Street (6 Bond street)
Café Des Artistes (1 W 67th street)
Café Mona Lisa (282 Bleeker street)
Café Noir (32 Grand street)
Casa La Femme (150 Wooster street)
Coffee Shop (29 Union Square W)
Cupping Room Café (359 W. Broadway)
Daniel (60 E 65th street)
Fez (350 Lafayette street)
55 Bar (55 Christopher street)
Four Seasons (99 E 52nd street)
Grand Bar (SoHo Grand 310 W. Broadway)
Hallo Berlin (402 W 51st street & 626 10th Ave)
Hudson Hotel Bar (356 W. 58th street)
Idlewild (145 E. Houston street)
Indochine (450 Lafayette street)
Japonica (100 University Place)
Jean Claude (137 Sullivan street)
Jeckyll & Hyde (91 7th Ave)
Jerry's (101 Prince street)
Katz's Delicatessen (205 E Houston street)
Kelly & Ping (127 Greene street)
Limelight (600 6th Ave) geschlossen
Lola (30 W 22nd street)
Lucky Strike (59 Grand street)
Metronome (915 Broadway)
Naked Lunch (17 Tompson street)
Nell's (246 W 14th street)
Rainbow Room (30 Rockefeller Plaza)
Raoul's (180 Prince street)
Remote (327 Bowery street)
Royalton Lounge (44 W 44th street)
Russian Tea Room (150 W 57th street)
Sammy's (453 6th Ave)
SoHo Steak (90 Tompson street)
Spa (76 East 13th street)
Studio 54 (254 W 54th street)
Temple Bar (332 Lafayette street)
10th street lounge (212 10th street)
Tunnel (220 12th Ave) geschlossen
2 i's (248 W 14th street)
Vong (200 E 54th street)
Zoe (90 Prince street)