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SWITCH

USA 1991

Regie: Blake Edwards

Steve Brooks, ein Macho, wie er im Buche steht, wird von drei seiner Eroberungen, die ihm seine Sünden gegen das schwache Geschlecht nicht länger nachsehen können, während einer Whirlpool-Party ins Jenseits befördert. Im Fegefeuer bekommt Steve noch eine letzte Chance: Sollte es ihm gelingen, auch nur ein einziges weibliches Wesen zu finden, das ihn wirklich liebt, bleibt ihm die Hölle erspart. Der Haken bei der Sache: Er kehrt im Körper einer Frau auf die Erde zurück; ein Blick in den Spiegel und ein Griff zwischen die Beine lassen da keinen Zweifel. Also gibt er sich als Steves aus heiterem Himmel aufgetauchte Halbschwester Amanda aus. Steve/Amanda muß nun nicht nur lernen, mit Busen und hochhackigen Schuhen umzugehen, sondern auch buchstäblich am eigenen Leib erfahren, was es heißt, als Frau unter Männern zu leben.

ÜBER DEN FILM
Hier wird nicht nur so getan, ich bin kein Mann in Frauenkleidern wie, sagen wir, TOOTSIE. Es ist mein Busen, ich trage enge Kleider, ich bin offensichtlich eine Frau. In meinem Kopf jedoch steckt die Psyche eines Mannes, der mit einem Körper umgehen muß, den er nicht im Griff hat. Frauen werden so konditioniert, daß sie unaufdringlich, gelassen, hübsch anzuschauen und unterwürfig sind. Vor allem für Frauen auf der Leinwand trifft das zu. Grimassenschneiden oder Fluchen ist verboten. Männer dagegen treten aggressiver, herausfordernder auf. Sie klopfen sich kumpelhaft auf die Schulter und boxen sich in die Seite. Das Boxen hat mir bei diesem Film großen Spaß gemacht, auch das Geboxtwerden. Es gibt nur einen, auf dessen Schultern ein Film wie dieser ruht, und das ist der Regisseur. Ich sage das nicht aus falscher Bescheidenheit. Wenn SWITCH als Komödie funktioniert, dann wegen Blake Edwards und den Leuten aus seinem Stamm. (Ellen Barkin).

Ein egozentrischer Mann wird nach der Ermordung durch drei enttäuschte Geliebte aus dem Jenseits zu einem Leben als Frau in die Welt zurückbefördert, um mehr Verständnis für weibliche Eigenart und Würde zu gewinnen. Die Komödie, passabel in ihrer ersten Hälfte, wird langweilig und vorhersehbar im zweiten Teil. Die Gags werden bis zum Ermüden wiederholt, die Regie hat keine Handschrift, und das ganze Gewicht des Films liegt auf den Schultern von Ellen Barkin. (Zoom)