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BUT I'M A CHEERLEADER

USA 99, 35mm, 85 Min., Satire
R: Jamie Babbit
D: Natasha Lyonne, Clea Duvall, Cathy Moriarty, Rupaul Charles, Mink Stole

Die Zeichen sind deutlich: Teenie Megan mag kein Fleisch, sie hört gerne Melissa Etheridge und wenn sie ihren Freund küsst, denkt sie an ihre Cheerleader-Kolleginnen. Grund genug, sie in das Umerziehungslager "True Directions" einzuweisen. ."But I'm a cheerleader" verteidigt sich Megan entsetzt, doch vergeblich. Im Camp soll Megan mit anderen verwirrten Seelen in einem Zwölf-Stufen-Programm das wahre Hetero-Dasein eingetrichtert bekommen. Auf dem Programm stehen Kochen, Putzen und Sitzhaltung, für die Jungs gibt es Holzhacken, Autoreparatur - und Sitzhaltung. Was die Campleitung allerdings nicht bedacht hat, ist, dass frau und man unter Gleichgesinnten erst so richtig auf den Geschmack kommt. Zumal Trainer Mike, grandios besetzt mit Vogue-Model und Supertunte RuPaul, einst selbst mal schwul war und nicht nur einmal seine wahren Gefühle unterdrücken muss. Ja, in Wahrheit brodelt das Camp nur so von Homosexualität, weil fast alle hier ihre wahre Identität verstecken müssen. Nachts besuchen die Jungs und Mädels heimlich die nahegelegene Schwulen- und Lesbendisco, wer allerdings erwischt wird, gilt als unheilbar und fliegt raus. Es kommt wie es kommen muss: Megan verknallt sich, in die Junglesbe Graham. Doch die beiden werden auseinandergerissen, da Graham dem Druck der Eltern nicht standhält und sich als Hetera ausgibt. Bei der offziellen Abschiedsfeier des Camps für die "Umprogrammierten" offenbart Megan ihre Liebe zu Graham mit einer rührenden Liebeserklärung: In ihrem Cheerleader-Dress singt sie ihr einen selbstgedichteten Cheerleader-Song - nur für Graham allein. Da fliegen nicht nur die Puscheln, sondern auch die Herzen. Eine knallig-bunte Satire auf die Normierung von Jugendlichen mit einer Prise von John Waters. Die 30jährige Regisseurin greift dabei mit ihrem Debutfilm kein fiktives Thema auf: in den USA gibt es sogenannte "Umprogrammierungs-Camps" wirklich!