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Transitions-Tagebuch von Ulrike

(15. September 2006)
Den folgenden Text schickte uns Ulrike. Vielen Dank!

hallo ihr Lieben,
ich heiße Ulrike / Uli und bin eine 42 Jährige MzF Transsexuelle auf dem Weg zur Frau und würde es schön finden euch meine Geschichte zu erzählen. Ich habe sie in Form eines Tagebuches aufgeschrieben und hoffe, dass sie euch gefällt. Vielleicht könnt ihr sie ja unterbringen, so dass auch andere Menschen sie lesen und sich mit mir austauschen können.
Meine Adresse roddewig@tele2.de

Viele liebe Grüße Uli

Stationen meines Lebens
Name: Ulrike, Geburtsdatum: 08.09.1963, Geburtsort: Kassel, Geschlecht: Weiblich / Mann-zu-Frau-Transsexuelle

1970
Bereits mit 7 Jahren möchte ich lieber Mädchensachen anziehen und mit Puppen spielen, finde es schön ein Mädchen zu sein, doch die Äusserung gegenüber den Erziehern und Erzieherinnen im Kinderheim stoßen auf Unverständnis und mir wird klar gemacht das sowas nicht erwünscht ich und das ich ein Junge sei. Unter Beobachtung, Tränen und Verzweiflung, füge ich mich und sage über Jahre hinweg kein Wort mehr dazu, besorge mir aber trotzdem immer wieder Kleidungsstücke die ich heimlich anziehe

1974
Ohne bis dahin erwischt zu werden trage ich so oft es geht Mädchenunterwäsche und andere Kleidung, die Unterwäsche trage ich unter meinen normalen Sachen Ich ziehe mir Feinstrumpfhosen an und finde es unheimlich schön, möchte am liebsten nichts anderes mehr tragen und fühle mich in Jungensachen nicht sonderlich wohl.

1975
So blieb es über die ganzen Jahre hinweg und wann immer ich mich unbeobachtet fühlte zog ich mich zurück um ein Mädchen zu sein.


1979
Ich komme zu Pflegeeltern und schleiche mich immer wenn ich allein bin in das Zimmer der Tochter um mir Sachen aus dem Schrank zu nehmen und anzuziehen. Es waren Slips, Bustiers, Strumpfhosen, Kleider, Röcke, Blusen und Schuhe. Es macht mich traurig das ich mich immer wieder umziehen und
ein junger Mann sein muß. Schleiche mich eines Nachts in das Schlafzimmer meiner Pflegeeltern und hole mir ein langes Nachthemd meiner Pflegemutter aus dem Wäschekorb um darin zu schlafen. Ich werde erwischt als ich damit in meinem Bett liege und das Nachthemd wir mir abgenommen. Am nächsten Tag bekomme ich anstelle darüber zu reden, ein Heft mit Konzentrationsübungen und man will damit versuchen das ich so etwas nicht mehr mache. Es hilft nichts und wann immer ich alleine bin werde ich zu einer Jungen Frau. Ich schminke mich und style mir sogar die Haare. Klettere Nachts manchmal aus dem Fenster um als Frau im Ort spazieren zu gehen. Dieses mache ich über einige Jahre bis ich meine 1. eigene Wohnung in Kassel hatte

1984
Ich kaufe mir meine Kleidung in Kaufhäusern, oder bestelle diese Nach kurzer Zeit habe ich mehr Frauensachen und der Wunsch ganz und gar eine Frau zu sein, sich einer Operation zu unterziehen ist groß. Ich traue mich auch am Tag auf die Straße zu gehen Zweifel kommen auf und ich werfe meine Sachen in den Müll, kaufe mir aber nach ein paar Wochen Neue und das Verlangen so zu leben wird immer stärker.

1987
Ich oute mich gegenüber einer Freundin und erkläre Ihr das ich lieber eine Frau wäre. Wir gehen an einem Abend zum Essen in ein Restaurant. Ich bin geschminkt und gestylt, trage ein schickes Kleid und Pumps. Niemand merkt etwas und ich werde sogar in der Straßenbahn angesprochen und bekomme ein Kompliment wegen meines Aussehens

1989
Ich lerne eine Frau kennen und im darauffolgenden Jahr heiraten wir. Eine ganze Weile ist Ruhe mit der Frau in mir, doch wieder begann ich mir Sachen zu kaufen. Immer wenn ich alleine war wurde ich zu Ulrike, einem Menschen der mit Leib und Seele Frau ist. Ich wollte nun gar nicht mehr in die Rolle des Mannes zurück, in die ich gezwungen wurde und die mich mehr als Unglücklich machte. Meine Frau fand natürlich irgendwann heraus das etwas mit mir nicht stimmte und sie forderte von mir dieses Ansinnen und meinen Wunsch zu unterlassen. Ich war völlig fertig, denn das wollte ich auf keinen Fall und so passierte es, das ich immer öfters nicht zur Arbeit ging um Ulrike zu sein. Wann immer es mir möglich war wurde ich zu dem was ich schon lange fühlte und lebte mein Leben als Frau.

1991
Meine damalige Frau fährt für eine Woche weg und ich genieße es, wann immer ich will zu einer Frau zu werden .Ich gehe Shoppen, bestelle in Katalogen, laufe den ganzen Tag als Ulrike herum, erledige Hausarbeiten und fahre manchmal als Frau nach Kassel um dort spazieren zu gehen. Es ist für mich völlig normal und macht einfach nur Spaß. Richtig schick angezogen, merkte niemand etwas und ich werde immer mutiger, fahre wie Selbstverständlich mit dem Auto weg um mich wohlzufühlen

1993
In den 2 voran gegangenen Jahren war es immer wieder eine Berg und Talfahrt für mich, ich vernichtete alles was ich besaß, um mir kurz darauf alles neu zu beschaffen. Meine Tochter wird geboren, doch es änderte nichts an der Tatsache das ich mich als Mann sehr unwohl fühlte und mein Leben regelrecht hasste Es war mir zuwider nach aussen etwas darzustellen was ich nicht sein wollte und wehrte mich dagegen

1998
In den letzten 5 Jahren prägte sich das Verlangen nach einer Geschlechtsangleichenden Operation immer mehr aus und ich hatte das Bedürfnis nicht nur die Kleidung zu tragen, sondern auch meinen Körper anzupassen. Allerdings hatte ich eine riesen Angst davor und wusste nicht was mit mir geschieht. Warum war der Wunsch ganz und gar eine Frau Namens Ulrike zu sein so groß, so sehr das ich an nichts anderes mehr denken konnte ? Am Boden zerstört und zurück gezogen scheiterte aus diesem Grund meine Ehe und ich zog in eine eigene Wohnung. Den Schrank voller schöner Kleidung genoß ich meine Weibliche Seite in vollen Zügen und war 24 Stunden lang Ulrike. Ich schlief in langen Seinden Nachthemden, kaufte mir die tollsten Sachen und ging morgens nach dem aufwachen ins Badezimmer um mich zu stylen. Ich friesierte mir die Haare, trug Make up, Mascara und Kajal auf, nahm Lidschatten und Lippenstift und begab mich zum Schrank um zu überlegen was ich anziehen sollte. Da ich ja alles hatte ging es los mit Slip & Bh, einer schönen Satin Sheers Strumpfhose, weiter mit einem Rock, einer Bluse, oder einem Shirt, oder Pullover, oder ich entschied mich für ein tolles Kleid. Dazu trug ich entweder Sandaletten oder Pumps. Ich lackierte mir die Nägel und war total aus dem Häuschen, als ich mich im Spiegel ansah. So vergingen die Jahre und ich fühlte das ich für immer so sein wollte

2002
Wieder lerne ich eine Frau kennen mit der ich nach einigen Monaten zusammen ziehe und auch hier nach dem wir die 1. Monate zusammen lebten, begann ich Ulrike zu sein. Immer wenn meine Partenerin nicht da war, verwandelte ich mich in das was ich tief in mir war.

2004
Bei Karneval dieses Jahr hatte ich das unheimliche Glück mich als Frau zurecht zu machen so das niemand auf die Idee kam das ich lieber eine Frau sein wollte. Allerdings fiel meiner Partnerin auf das ich mich so angezogen wie eine Frau bewegte und benahm. An diesem Abend trug ich ein langes schwarzes Kleid und schwarze Sandaletten, hatte sogar eine kleine Handtasche dabei um mich auf der Toilette frisch machen zu können Wieder Zuhause gelang es mir den Verdacht den meine Partnerin hatte zu zerstreuen Sie wollte wissen ob ich früher schon Frauensachen angezogen habe und ich antwortete mit nein. Natürlich wollte ich nicht auf das Frau sein verzichten und versteckte alles was ich besaß auf dem Dachboden.

2005
Es ging eine Weile gut und als ich wieder einmal gestylt mein Leben als Uli lebte vergaß ich beim umziehen etwas wegz räumen so das meine Partenerin es fand und mich zur Rede stellte. Jetzt war also der Zeitpunkt gekommen alles zu beichten und ich fing an zu erzählen, hatte allerdings nicht den Mut die ganze Wahrheit zu sagen und verschwieg was mir am meisten bedeutete. Es ließ mich nicht mehr los, meine Gedanken kreisten nur noch um das Frau sein und da ich inzwischen sehr viele Ängste überwunden hatte, ging ich zu meinem damaligen Hausarzt und erklärte ihm meine Situation. Er war sehr Verständnisvoll und als ich ihn bat mir Hormone zu verschreiben um Weiblichere Formen zu bekommen verschrieb er mir die Diane 35, die ich überglücklich jeden Morgen einnahm. Nach einiger Zeit begannen meine Brustwarzen zu ziehen und ich glaubte das auch die Brüste etwas wuchsen. Ich hatte Angst und war verunsichert, wusste nicht wie es weitergehen sollte und warf die Tabletten weg. Es half aber nichts, denn schon nach einigen Monaten wollte ich wieder anfangen Hormone zu nehmen, da ich merkte das es keinen Sinn hat mein wirkliches empfinden, bzw mein wahres Geschlecht zu verleugnen nahm ich all meinen Mut zusammen und informierte mich im Internet über Transsexualität und ob es in meiner Nähe Ärzte gibt, die sich auf diesem Gebiet auskannten. Ende des Jahres fand ich in In Kassel eine Frauenärztin bei der ich anrief und einen Termin vereinbarte. Als ich in die Sprechstunde kam, hätte ich niemals damit gerechnet das Sie mir so vie Verständnis entgegen bringt und versuchte mir zu helfen. Ich erklärte Ihr das ich vor kurzem die Diane 35 eingenommen hatte, aber gerne andere Hormone einnehmen wollte und ich bekam folgendes verschrieben: Estradiol 2mg, Prothil 5mg & Androcur 10 mg. Diese nahm ich zunächst für 2 Monateund war der Meinung, da sich ja etwas in und an mir verändern würde, meiner Freundin die Wahrheit zu sagen. Ich tat es und hätte es wohl lieber sein lassen sollen, denn Sie hatte ganz und gar kein Verständnis für meine Situation, war völlig außer sich und wütend. Jeder Versuch meine Gefühle und mein empfinden zu erklären wurden im Keim erstickt und als ich auch noch sagte das ich gern Hormone nehmen würde war der Käse ganz gegessen. Sie war völlig Sauer und verlangte das ich zu einem Psychologen gehen sollte der mir hilft diese Neigung los zu werden. Ich schaffte es aber das Ihr das auszureden und so ist es bis jetzt geblieben.

2006
Inzwischen haben wir August und ich nehme seit letzter Woche wieder meine geliebten Hormone. Meine Tagesdosis liegt im Moment bei 2 Estradiol, 1 Prothil und 1 Androcur. Allein die Einnahme läßt es mir wahnsinnig gut gehen und da ich nicht anders kann, habe ich meiner Partnerin zu verstehen gegeben das ich einfach die Kleidung anziehen möchte und Frau sein will. Sie geht mir aus dem Weg, kann mich so nicht ertragen, aber das istmir egal denn ich weiß das ich nur so eine Chance habe um Frieden zu finden und so trage ich jeden Tag unter meiner Kleidung einen BH, oder Bustier, einen Slip und eine Strumpfhose und wenn Sie nicht da ist kann ich mich zumindest auch schminken und Stylen, kann mich ganz und gar als Frau bewegen und es genießen. So hart es auch sein mag, aber ich muß diesen Weg für mich gehen und die Konsequenzen ziehen. Ich habe auch in Ihrer Anwesenheit lackierte Nägel und erst heute die Beine rasiert. Es geht mir gut und nur wenn ich jetzt weiter mache, kann ich das sein was ich bin. Am 6. Oktober habe ich einen Termin beim Therapeuten und diesmal werde ich alles erzählen, werde nichts verschweigen und hoffe das mir geholfen wird.Ich bin im falschen Körper geboren und möchte es korrigieren




 
 

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