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KUNST


Kunst

Doing Gender in Berlin

(6. Dezember 2005) Noch bis zum 5. Januar zeigt Barbie Deinhoff's eine Auswahl von Arbeiten aus der Serie DOING GENDER von Martina Minette Dreier. Barbie Deinhoff's, Schlesische Str. 16, Kreuzberg, So-Do 18-2, Fr+Sa 18-6, www.doinggender.de

Doing Gender

(1. September 2005) Minette Dreier schrieb uns:
Seit zweieinhalb Jahren arbeitet die Berliner Malerin Martina Minette Dreier an dem Projekt "doing gender". Sie porträtierte dafür Menschen, denen die bipolare Geschlechterwelt zu eng ist. Eine Dokumentation darüber wurde von elledorado gefördert.

Jetzt wird die inzwischen aus 26 Bildern (und etwa 300 Skizzen) bestehende Serie zum ersten Mal komplett in Berlin gezeigt. Zu den Modellen gehören unter anderem Ades Zabbel, Antonio Caputo, Daphne de Baakel, Fronck de Sáster und Kris Ko von den Kingz of Berlin.

"(...)Gemalt zu werden ist – im besten Fall - wie ein langes, gutes Gespräch. Gemalt zu werden ist kein Überfall, nicht zu vergleichen mit einem schnell gemachten Foto. Wir alle haben eine Fotoblick. Das ist der Blick, den wir aufsetzen, wenn wir in den Spiegel schauen. Dieser Blick fällt einem auch zuerst ein, wenn man gemalt wird. Aber es ist unmöglich, einen aufgesetzten Blick, sei er auch noch so schnell parat und lange geprobt, über Stunden durchzuhalten. Unvermeidlich fallen irgendwann Maskierungen und Polituren von einem ab.

Hier nun beginnt es für die Malerin spannend zu werden: Da wo die Selbst – Inszenierung flöten geht, wo Brüche sichtbar werden zwischen dem, was man sein will oder zu sein vorgibt, und dem, was man ist. Es geht ihr dabei nie darum „am Lack zu kratzen“ oder gar jemanden bloßzustellen. Sie eröffnet ihren Modellen eine Möglichkeit, sich selbst nahe zu sein, zu sich zu kommen, sich nicht durch den Spiegel der eigenen Vorurteile sehen zu müssen, sondern durch den Spiegel ihrer behutsamen, aber beharrlichen Wahrnehmung. Mathias Noack/ Auszüge aus der Rede zur Ausstellungseröffnung, Bremen, Oktober 04

Am 10. September um 18 Uhr wird die Ausstellung im "basso" eröffnet, Köpenicker Str. 187-188 in Kreuzberg, U Schlesisches Tor. Anschließend Party, evtl. Showprogramm. Öffnungszeiten:  10. - 18. September, Sa +So 16 - 19 Uhr und nach Vereinbarung (0179 / 104 75 36). Mehr Informationen: www.doinggender.de

Ausstellung- und Archivprojekt "1-0-1 intersex" in Berlin

(1. Juli 2005) Das Ausstellung- und Archivprojekt "1-0-1 intersex" thematisiert die Verletzung der Menschenrechte von Zwittern/ Hermaphroditen/ Intersexuellen: Immer noch werden Kleinkinder, deren Genitalien als "uneindeutig" bezeichnet werden, chirurgisch an Normvorstellungen von männlichen und weiblichen Körpern angepasst. Intersexualitätsdiagnosen werden selbst im Erwachsenenalter regelmäßig verschwiegen. Die gesellschaftliche Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt, die nicht den normativen Erwartungen einer eindeutigen Unterscheidbarkeit nach zwei Geschlechtern entspricht, ist gering. "1-0-1 intersex" fordert zum Weiterdenken quer zum Zwei-Geschlechter-System auf: Ausstellung, Archiv, Veranstaltungsreihe und ein umfangreicher Katalog präsentieren künstlerische Positionen, Erfahrungen und Initiativen intersexueller Menschen, historische, wissenschaftskritische und rechtliche Hintergründe, um eine breite Auseinandersetzung über die Geschlechtergrenzen und den Umgang mit Intersexualität in unserer Gesellschaft anzustoßen.

Die künstlerischen Beiträge der Ausstellung setzen sich kritisch mit den vorherrschenden Darstellungen von Geschlecht als normativer Zweigeschlechtlichkeit auseinander. Angesichts der zentralen Rolle bildgebender Verfahren in der Medizin und Biotechnologie erhalten visuelle Arbeiten, die solche Bildsprachen reflektieren, eine neue politische Brisanz. Das cyberfeministische Kollektiv subRosa - in Kooperation mit James Pei-Mun Tsang - thematisiert mit der 'Aufklärungs'-Show "Yes species" die Auswirkungen der neuen Reproduktionstechniken auf Sexualität und Geschlechterrollen: Ihre Agitation für eine Vervielfältigung "nutzloser" Geschlechter macht einen Strich durch die Rechnung der kapitalistischen Ökonomie des Zwei-Geschlechter-Systems. Das provokative Video "Born Queer - dear doctors" zeigt eine von schwarzen Bildsequenzen unterbrochene Sexszene, zu der die Künstlerin Eli seMbessakwini einen bissigen Liebesbrief an die Ärzte, die sie als Kind kastrierten, einspricht. Ihre Arbeit zielt auf die Rückeroberung der eigenen Sexualität. Ins A Krommingas Installation um den Schriftzug "Zwitter" - aus Spiegelscherben, die die Brüchigkeit geschlechtlicher Identität materialisieren - setzt zu einer Neuschreibung der Zwitter-Geschichte an. Terre Thaemlitz' Beitrag "Lovebomb" nimmt die Bemäntelung gewaltvoller Situationen durch den Begriff der "Liebe" - passend zur Erfahrung vieler intersexueller Menschen mit den "liebevollen" Argumenten ihrer Eltern für chirurgische Geschlechtsanpassungen - in 16 Audio- und Videostücken auseinander. In der Ausstellung werden darüber hinaus Beiträge der Künstler_Innen Roz Mortimer, Tyyne Claudia Pollmann und Del LaGrace Volcano gezeigt.

"1-0-1 intersex" geht der Frage nach, auf welche Weise geschlechtliche Normvorstellungen entstehen, die den alltäglichen Umgang in unserer Gesellschaft regulieren. Das Projekt problematisiert, wie in Abgrenzung gegen Menschen "uneindeutigen Geschlechts" normative Körperkonzepte entwickelt und durch die Unsichtbarmachung körperlicher Vielfalt aufrecht erhalten werden - Verletzungen der körperlichen Integrität und der Würde intersexueller Menschen werden dafür in Kauf genommen. 1-0-1 intersex macht zum Thema, warum Intersexualität uns alle angeht, und lädt dazu ein, über mögliche Veränderungen nachzudenken.
Mehr Informationen unter: www.101intersex.de

Spiegel Online hat zu der Ausstellung eine umfangreiche Reszension veröffentlicht >>>

1-0-1 intersex - Das Zwei-Geschlechtersystem als Menschenrechtsverletzung, 18. Juni - 31. Juli 2005, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Oranienstraße 25, 10999 Berlin, geöffnet täglich von 12:00 bis 18:30 Uhr.

Fred König in Paris

(1. April 2005) Der Pariser Fotokünstler Fred König hat in der Seine-Stadt wieder eine Ausstellung mit seinen neuesten Arbeiten. Hier die Info (leider nur auf Französisch):
EXPOSITION Photographique DU 29 Mars au 24 Avril de Frédéric Koenig « Genres, and what ? »

Fred Koenig présente certains de ses clichés photographiques sorties de son « journal de bord ». Une série de portraits de drag kings berlinois, des Muxes de Juchitan, des auto-portraits, des transgenres parisiens Clichés nés du fruit d une recherche avant toute personnelle sur l identité mais aussi liés au hasard des rencontres. Un travail qui témoigne de la diversité et de la richesse des genres humains sous le signe de la résistance.

«notre conception routinière de l identité se trouve ébranlée et l ensemble du travail photographique de Fred Koenig est ainsi placé sous le signe de la dissociation. Une dissociation sexuelle bien sûr, mais qui s enracine dans une dissociation plus originelle que nous tentons continuellement de colmater. »
Georges Lapassade Antropologue, écrivain

Violette & CO, 102 rue de Charonne, 75011 Paris, tél : 01 43 72 16 07, du mardi au samedi 11h00-20h30 dimanche 14h-19h

www.fredkoenig.com

Grayson Perry für renommierten Turner-Preis nominiert

(15. November 2003) Der englische Künstler Grayson Perry ist für den mit 30.000 Euro dotierten Turner-Preis nominiert worden. Der Preis gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen der internationalen Kunstwelt. Perry ist für seine Töpferarbeiten bekannt, mit denen er Geschlechtsidentität und Familiengewalt, Kindesmissbrauch und Transsexualität thematisiert. In seinem Werk arbeitet er auch die eigene Biographie auf. Perry lebt zum Beispiel seinen Transvestismus offen aus. Seine Frau und seine elfjährige Tochter haben Grayson's weibliches Alter Ego "Claire" mittlerweile als viertes Familienmitglied akzeptiert. Die Süddeutsche Zeitung hat in ihrem Feuilleton vom 10. November 2003 einen längeren Artikel über den Künstler veröffentlicht >>>. Zur Homepage des Künstlers geht es hier >>>

Marilyn Manson malt Hitler als Zwitter

(24. September 2002) Laut spiegel-online versucht sich Schock-Rocker Marilyn Manson nun auch als Maler. Und wie es sich für einen Berufs-Tabubrecher gehört, wählte er gleich ein skandalträchtiges Sujet aus. Er bannte Hitler als nackten Zwitter auf die Leinwand. Für 55.000 Dollar wartet das Werk noch auf einen Käufer. Die ganze Story hier >>>

Go Drag! Frauen wechseln Kleider

(11. Mai 2002) Vom 27. Juni bis zum 25. Juli veranstalten die Performance-Künstlerinnen Bridge Markland und Diane Torr unter dem Titel "Go Drag! women celebrate cross dressing" ein internationales Festival der Weiblichkeit, der Männlichkeit und der Androgynität. Es gibt Ausstellungen, Performances, Filme, Workshops und Parties. Auf der Website heißt es: "Die inhaltliche Konzeption des Festivals go drag! ist weltweit völlig neuartig. Es gab bis dato in mehreren Städten (San Francisco, New York, London u.a.) Drag King Events, die meist aus Kurz-Performances zusammengesetzt waren. Teilweise gingen diese Kurz-Performance-Abende in den USA, aber auch schon 1996 in Deutschland (initiiert von Bridge Markland) auf Tournee. Während unseres Festivals werden sowohl abendfüllende Stücke, als auch Abende mit Kurz-Performances präsentiert. Es werden eine Ausstellung präsentiert, Workshops veranstaltet und ein speziell für dieses Festival zusammengestelltes Filmprogramm gezeigt." Mehr Info's unter: http://www.godrag-berlin.de/

Ausstellung in Paris

(05. Januar 2002) Wer im Februar nach Paris reist, sollte in der Lulu Lyon Galerie (Rue Keller 16, 75 011 Paris; Tel. (aus D.) 0033 - 14 31 46 371 oder 0033 - 66 09 31 455) vorbeischauen. Dort zeigen Künstler aus Italien, Frankreich, Spanien, Argentinien, Brasilien, Japan, Kolumbien und aus den USA TG-Kunst. Jeden Freitag und Samstag gibt es kostenlose Foto-Sessions für die "en-femme-Besucherinnen" der Ausstellung, die geöffnet ist von Di. bis Sa., je 14 - 20 h. Am 30. Jan. ab 23 h Vernissage-Party im "Château" (Rue Marcadet 103, 75018 Paris). Ausstellungsposter >>> Mehr Info im Web: www.lulu-lyon.com

• go drag-Festival in Berlin

• Matthew Barney

• Georgy Bretschneider

• Louise Bourgeois

• Martina Minette Dreier

• Fiore de Henriquez

• Jürgen Klauke

• L'hermaphrodite du Musée du Louvre

• Yasumasa Morimura

• Grayson Perry

• José Rivera

• John Singer Sargent